Dass Kommunikation gelingt, ist – nach dem geflügelten Wort eines Philosophen – eher unwahrscheinlich. Kommunizieren zu können heißt nicht nur, sich um Klarheit und Angemessenheit zu bemühen. Gut entwickelte Kommunikationsfähigkeiten zeigen sich vor allem im Umgang mit abweichenden oder misslichen Situationen.
Kommunikationsziele und Kommunikationsstrategien lassen sich festlegen, Kommunikationsverläufe aber lassen sich nicht planen, weil sie immer von mehreren Personen abhängig sind, die alle ihre eigenen Vorstellungen, Wünsche und Interessen haben. Gefragt ist deshalb das Vermögen, mit unerwarteten Situationen und unerwünschten Reaktionen umzugehen, ohne das ursprüngliche Ziel aus den Augen zu verlieren. Lernen Sie, wechselnde Umstände wahrzunehmen und sich im Sinne Ihres Kommunikationszieles auf sie einzustellen.
Manchmal sind es ganz persönliche Dinge, die eine souveräne und authentische Kommunikation verhindern: Unsicherheit über das eigene Auftreten, Unklarheit über die eigene Rolle oder die Angemessenheit der eigenen Darstellung. Es gibt keine Patentrezepte, um das zu verändern. Aber es ist möglich, mit diesen Faktoren auf eine Weise umzugehen, dass ihnen die große Bedeutung genommen wird, durch die sie unsere Kommunikationsvorgänge so nachteilig beeinflussen. Lernen Sie, die gegenwärtigen Grenzen Ihrer persönlichen und kommunikativen Fähigkeiten zu respektieren und sie behutsam zu erweitern.
Manipulation und falsch eingesetzte Aggression sind fatale Störfaktoren der Kommunikation. Dennoch kommt niemand umhin, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, sei es, um zu bemerken, wann andere sie einsetzen und entsprechend darauf zu reagieren, sei es, um sie an sich selbst zu erkennen und auf andere Weise zu agieren. Lernen Sie, mit Manipulation und negativer Aggression umzugehen, ohne ihnen ausgeliefert zu sein.